epoline® Jahreskonferenz 2003 Programm - Mittwoch, 10. Dezember 2003
Block I : Vorträge
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| 8.30 - 9.15 | Kaffee |
9.15 - 10.00
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Die Innovation und ihre Bedeutung für spanische Unternehmen
Das europäische Patentsystem als Instrument für den
Innovationsschutz.
Juan Rosell, Geschäftsführer der Congost Plastic S.A.
Foment del Treball Nacional (größter katalanischer Arbeitgeberverband)
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der Bedeutung der Innovation für die
Wettbewerbsfähigkeit der spanischen und speziell der katalanischen
Unternehmen.
Außerdem wird darin analysiert, wie die spanischen Unternehmen
Patente zum Schutz ihrer Erfindungen nutzen und warum im Vergleich zu
anderen Ländern so wenige europäische Patente aus Spanien stammen.
Des weiteren wird darauf eingegangen, wie sich das europäische
Patentsystem auf den Zugang spanischer Unternehmen zu Informationen
über neue Technologien auswirkt. |
10.00 - 10.45
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Schutz des geistigen Eigentums: Zugang zu Arzneimitteln
Ruth Mayne, politische Beraterin, Oxfam GB
In den letzten Jahren wurden weltweit heftige Kontroversen darüber
ausgetragen, ob die internationalen Patentschutzregelungen des Übereinkommens
über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen
Eigentums (TRIPS) die Versorgung armer Menschen mit lebensrettenden
Arzneimitteln noch weiter einschränken. Inzwischen ist diese Frage in
den Mittelpunkt der internationalen Politik gerückt. Dies zeigt sich
daran, daß eine sinnvolle Reform der Patentschutzregelungen der Welthandelsorganisation
(WTO) mit dem Ziel, armen Ländern den Zugang zu
erschwinglichen Arzneimitteln zu sichern, zu einem Lackmustest für die
sogenannte Doha-Entwicklungsrunde der WTO geworden ist. Dieser Vortrag
beschäftigt sich damit, welche Folgen weltweite Patentschutzregelungen
auf die Versorgung mit Arzneimitteln sowie auf Forschung und
Entwicklung haben und was dies für die Politik bedeutet. |
| 10.45 - 11.15 | Kaffeepause |
11.15 - 12.00
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Computerbezogene Erfindungen, insbesondere geschäftliche
Verfahren, und ihre Prüfung im Europäischen Patentamt
Jörg Machek, Direktor, Europäisches Patentamt
Es wird untersucht, welche Anforderungen das Europäische Patentübereinkommen
an die Patentierbarkeit von Verfahren für geschäftliche
Tätigkeiten stellt. Die einschlägigen Artikel und Regeln werden unter
Berücksichtigung verschiedener Entscheidungen der Beschwerdekammern
betrachtet.
Wie wirkt sich dies auf die Arbeitspraxis eines Patentprüfers im Bereich
der geschäftlichen Verfahren aus? Bislang wird im EPA auf pragmatische
Weise in zwei Schritten vorgegangen: Zunächst wird die Patentierbarkeit
geprüft, dann die Erfindungshöhe (erfinderische Tätigkeit). Für beides
spielt der Begriff des ”technischen Charakters” eine wichtige Rolle.
Die Ausführungen werden durch Beispiele veranschaulicht. |
| 12.00 - 13.00 | Mittagessen |
13.30 - 14.15
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Jüngste rechtliche Entwicklungen
bei Biotechnologiepatenten
Dr. Rainer Moufang,
Rechtskundiges Mitglied der Beschwerdekammern des EPA
Die EU-Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer
Erfindungen konnte zwar der Überprüfung vor dem Europäischen
Gerichtshof standhalten, wurde aber bislang noch nicht in allen
Mitgliedstaaten der EU umgesetzt. Die Patentierbarkeit von Genen
und die Festlegung ethischer Grenzen, beispielsweise beim Einsatz
embryonaler Zellen in der Stammzellentechnologie, werden immer
noch kontrovers diskutiert. Auch die Diskussion über die Berührungspunkte
zwischen dem Patentsystem und den Pflanzenzüchterrechten
wurde im Anschluß an die Entscheidung der Großen Beschwerdekammer
des EPA in Sachen Novartis fortgesetzt. Die Beschwerdekammern
haben sich in ihrer jüngsten Rechtsprechung mit weiteren
Aspekten der Anforderungen an die Patentierbarkeit von Erfindungen
auf dem Gebiet der Biotechnologie beschäftigt. |
14.15 - 15.00
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Der Prozeß zur Harmonisierung des materiellen Patentrechts
und sein Beitrag zur Verbesserung der elektronischen
Bearbeitung europäischer Patentakten
Luis Alfonso Durán, Europäischer Patentvertreter, Durán-Corretjer S.L.
Wie könnten eine Harmonisierung des materiellen Patentrechts und eine
verbesserte Aufbereitung elektronischer Akten aus Patentämtern der
ganzen Welt dazu beitragen, die Bearbeitung elektronischer Dokumente
im EPA zu vereinfachen?
Zwar hat die WIPO den Entwurf eines Abkommens über das materielle
Patentrecht vorgeschlagen, doch haben die nationalen Delegierten in
verschiedenen Fragen Schwierigkeiten, einen Konsens zu erzielen. Der
Schwerpunkt des Vortrags liegt auf jenen Bereichen, in denen durch
eine Harmonisierung die Bearbeitung elektronischer Akten verbessert
und so Doppelarbeit des EPA und anderer Patentämter vermieden werden
könnte.
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| 15.00 - 15.30 | Kaffeepause |
15.30 - 16.15
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Ideen, die zünden
Mandy Haberman, Erfinderin
Mandy Haberman ist eine Ausnahmeerscheinung: Sie ist eine unabhängige
Erfinderin, die nicht nur geschäftlich erfolgreich ist, sondern
auch den Kampf mit der Großindustrie aufgenommen und ihre Patentrechte
vor dem britischen Obersten Zivilgericht verteidigt hat. Trotz dieses
Erfolgs findet sie, daß das Patentsystem an sich in seiner jetzigen
Form unzureichend ist. Sie beschreibt in ihrem Vortrag, vor welchen Herausforderungen
und Schwierigkeiten private Erfinder und KMU in der
heutigen Geschäftswelt üblicherweise stehen, und schildert ihre Erfahrungen
mit Patentstreitigkeiten, die sie dazu veranlaßten, sich aktiv für
Veränderungen einzusetzen. Sie wird uns ihre Kritik an der bestehenden
Politik des EPA und an den Vorschlägen für das Gemeinschaftspatent
erläutern.
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epoline® Jahreskonferenz 2003
9 - 11 Dezember 2003 Barcelona, Spanien
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Nützliche Hinweise und Anlaufstellen

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